Wir haben Gott missverstanden PDF Print E-mail
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Bei einem Erholungsurlaub in den Bergen beobachtet Watchman Nee, wie die Vögel Angst haben, aus seiner Hand zu fressen. Anhand dieser Begebenheit schildert er eindrucksvoll, wie wir Menschen Gottes Gabe missverstehen und uns scheuen, zu Gott zu kommen.


Vor etlichen Jahren hatte ich mich an einen Ort in den Bergen zurückgezogen, um mich zu erholen. Dort genoss ich besonders die Schönheit der Natur und erfreute mich daran, die kleinen, lebhaften Vögel zu beobachten, wie sie hier so frei und unbeschwert umherflogen.

Eines Tages saß ich in meinem Schaukelstuhl am Fenster und mein Blick fiel auf eine Schar kleiner Sperlinge, die draußen im Garten begierig einige übriggebliebene Brosamen aufpickten. Ihr Anblick fesselte mich. Es trieb mich aufzustehen, um ihnen noch mehr Brot zu geben.

Aber als ich mich ihnen näherte, schreckten sie auf und flogen davon, und als ich wegging, kamen sie wieder zurück. Ich hatte überhaupt keine Absicht, sie zu fangen oder ihnen etwas anzutun. Ich wollte nur, dass sie zu mir kämen und ihr Hunger ganz gestillt würde.

Wie schön wäre es, wenn ich unter ihnen sein könnte und sie in meiner Nähe bleiben würden. Aber ich konnte ihnen nicht verständlich machen, was in meinem Herzen war. Sie flogen einfach von mir weg. Dann kam mir der Gedanke: Ich müsste ihre Sprache sprechen, denn nur dann könnten sie mich verstehen. Ach, wenn ich mich doch in einen Sperling verwandeln könnte - ein Sperling gleichwie sie. Ja, und als ihresgleichen könnte ich ihnen meine Absicht mitteilen, und sie würden mich nicht mehr missverstehen.

Vor etlichen Jahren hatte ich mich an einen Ort in den Bergen zurückgezogen, um mich zu erholen. Dort genoss ich besonders die Schönheit der Natur und erfreute mich daran, die kleinen, lebhaften Vögel zu beobachten, wie sie hier so frei und unbeschwert umherflogen.

Eines Tages saß ich in meinem Schaukelstuhl am Fenster und mein Blick fiel auf eine Schar kleiner Sperlinge, die draußen im Garten begierig einige übriggebliebene Brosamen aufpickten. Ihr Anblick fesselte mich. Es trieb mich aufzustehen, um ihnen noch mehr Brot zu geben.

Aber als ich mich ihnen näherte, schreckten sie auf und flogen davon, und als ich wegging, kamen sie wieder zurück. Ich hatte überhaupt keine Absicht, sie zu fangen oder ihnen etwas anzutun. Ich wollte nur, dass sie zu mir kämen und ihr Hunger ganz gestillt würde.

Wie schön wäre es, wenn ich unter ihnen sein könnte und sie in meiner Nähe bleiben würden. Aber ich konnte ihnen nicht verständlich machen, was in meinem Herzen war. Sie flogen einfach von mir weg. Dann kam mir der Gedanke: Ich müsste ihre Sprache sprechen, denn nur dann könnten sie mich verstehen. Ach, wenn ich mich doch in einen Sperling verwandeln könnte - ein Sperling gleichwie sie. Ja, und als ihresgleichen könnte ich ihnen meine Absicht mitteilen, und sie würden mich nicht mehr missverstehen.

In meiner Bestürzung aber ging mir etwas auf. Es geht Gott genauso mit uns: Er liebt uns, und er möchte, dass wir zu ihm kommen. Aber wir verstehen ihn nicht. In Gottes Wort lesen wir, dass Gott seit Vorzeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu uns Menschen geredet hat durch die Propheten, um uns verständlich zu machen, wie sehr er uns liebt; und doch konnten wir ihn nicht begreifen. Gott hatte keinen anderen Weg, als selbst zu dieser Erde zu kommen, um ein Mensch zu werden. Von diesem Menschen haben wir schon oft gehört - er heißt Jesus. Wenn ich mich in einen Vogel verwandelt hätte, würdet ihr sagen, ich hätte mich erniedrigt. Gott wurde Mensch - er hat sich noch viel mehr erniedrigt. Ja, der allmächtige Gott wurde ein Mensch wie du und ich - welch eine Erniedrigung! Er, Gott, der Schöpfer des ganzen Universums, entäußerte sich selbst und nahm Menschengestalt an - welch eine Liebe! Ich muss euch sagen: Sein ganzes Leben lang und in allem, was er auf dieser Erde tat, hat Jesus Gottes Liebe für uns Menschen offenbart. Wenn wir sein Leben betrachten, werden wir feststellen, dass Jesus nicht nur ein guter Mensch war, sondern dass er Gott selbst ist, in der Gestalt des Menschen. Wir dachten vielleicht, dass Gott uns bestrafen wollte, aber er wurde Mensch, damit wir ihn kennen sollten. Das Leben Jesu auf dieser Erde diente dazu, uns verständlich zu machen, was im Herzen Gottes ist, denn gleichwie Jesus ist, so ist auch Gott. Seine Handlungsweise offenbart die Haltung Gottes uns Menschen gegenüber.

Einmal kam ein Aussätziger zu Jesus, flehte ihn an und sprach zu ihm: "Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen." Jesus aber, innerlich bewegt, streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: "Ich will, sei gereinigt."

Wie schmutzig und abstoßend ist doch ein Aussätziger, und ein Wort von Jesus hätte genügt, um ihn zu reinigen, aber nein, er streckte dazu seine Hand aus. Welch ein Mitgefühl er mit uns Menschen hat! Als ob er sagen wollte: "Warum sollt ihr Menschen nicht zu mir kommen? Sobald ihr nur auf mich zukommt, strecke ich meine Hand aus, um euch zu berühren!" Gott liebt uns.

Watchman Nee
Mit Genehmigung Verlag Der Strom

 

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