Auf der Suche nach Gott PDF Skriv ut E-postadress
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In unserer westlichen Gesellschaft gibt es zwei grundsätzliche Weltanschauungen: zum Einen den Atheismus mit der Sicht, dass alles per Zufall entstanden sei und ohne tieferen Sinn existiere, und zum Anderen  den Theismus mit dem Verständnis, dass Gott Urheber dieses Universums isei und dem Leben einen Sinn gebe.

Die erste Frage, der ich in diesem Vortrag nachgehen will, ist: Gibt es in der Natur Hinweise, die auf die Existenz Gottes deuten?

 

 

Hinweise auf die Existenz Gottes in der Natur

Grundsätzlich gilt, dass nur wer ernsthaft sucht, eine befriedigende Antwort erhalten wird. Verschiedene Wissenschaftler, die mit der Frage nach Gott konfrontiert wurden, bezeugten, dass sie sich nur zu gern von Wunschdenken beeinflussen ließen. Einer von denen ist Francis Collins, ein Genetiker und Mediziner, der Leiter des menschlichen Genomprojektes war. Während seines Studiums der Medizin musste er im Krankenhaus mit schwer erkrankten Patienten arbeiten. Mehr als einmal wurde er gefragt, ob er an Gott glaube. Er schrieb:

Mein unangenehmster Moment war, als eine ältere Frau, die täglich stark an unheilbaren Herzbeschwerden litt, mich fragte, woran ich glaubte. …Ich hatte nie ernsthaft die Beweise für und gegen den Glauben betrachtet. … Sah ich mich nicht als einen Wissenschaftler an? Ziehen Wissenschaftler Schlüsse ohne das Datenmaterial zu betrachten? Könnte es eine wichtigere Frage im Menschsein geben als die Frage nach der Existenz Gottes?“1

Diese Frage wurde für ihn der Ausgangspunkt seiner Suche nach Gott.

Hinweise oder Beweise?

Es gibt in der Philosophie und Theologie eine lange Tradition der sogenannten Gottesbeweise. Jedoch ist es streng wissenschaftlich nicht möglich, die Existenz Gottes zu beweisen. Es ist ebenfalls nicht möglich zu beweisen, dass es keinen Gott gibt. Deshalb möchte ich hier den Begriff Hinweise benutzen.

Wenn es einen Gott gibt, ist er nicht Teil der Schöpfung. C.S. Lewis, der Literatur in Cambridge, England, lehrte, war als junger Mann Atheist und gelang später zu der Überzeugung, dass Gott sich in Jesus Christus offenbart hatte. Er wurde während des zweiten Weltkrieges von BBC gebeten, einige Radioansprachen über den christlichen Glauben zu halten. Diese Ansprachen wurden später als ein Buch veröffentlicht, „Pardon, ich bin Christ“. Darin schieb er u.a.:

Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebenso wenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte.2

Erster Hinweis – wir Menschen fragen nach Gott

Dass wir Menschen nach Gott fragen, ist eine universelle Erscheinung. Sie gilt für alle Kulturen und zu allen Zeiten. Der Apostel Paulus sagte in einer Rede in Athen dazu:

„…und er hat aus einem jede Nation der Menschen gemacht, …damit sie Gott suchen sollten, ob sie ihn fühlen und finden möchten, obgleich er gewiss nicht fern ist von einem jeden unter uns.“3

Die Tatsache, dass wir Menschen nach Gott fragen, unterscheidet uns von allen anderen Lebewesen. C.S. Lewis schieb hierzu:

„Kein Geschöpf wird mit Wünschen und Bedürfnissen geboren, für die es keine Befriedigung gibt. Ein Säugling hat Hunger, und er bekommt sein Fläschchen. Eine Ente will schwimmen, und es gibt Wasser. Die Menschen empfinden sexuelles Verlangen, und es gibt die geschlechtliche Vereinigung.

Wenn wir in uns selbst ein Bedürfnis entdecken, das durch nichts in dieser Welt gestillt werden kann, dann können wir doch daraus schließen, dass wir für eine andere Welt erschaffen wurden.“4

Zweiter Hinweis – das moralische Gesetz

Das moralische Gesetz lässt sich vielleicht am Einfachsten mit einigen Beispielen veranschaulichen. Ich habe fünf Kinder. Als sie klein waren, gab es immer wieder Streit darüber, wer mehr als die Anderen vom guten Nachtisch bekam. Weder ich noch meine Frau haben ihnen erklärt, dass jedem das Gleiche zusteht. Diese Rechtsauffassung war etwas Intuitives. Manchmal hat meine Frau zu mir gesagt: „Soll ich so mit dir umgehen wie du mit mir?“ Man beruft sich dabei auf ein Recht, dass wir alle gleich zu behandeln seien. Haben wir nicht alle gehört: „Du hast versprochen, das zu tun: jetzt erwarte ich, dass du dein Wort hältst“. In all diesen Fällen berufen wir uns auf ein höheres, ungeschriebenes Gesetz und gehen davon aus, dass jeder dieses Gesetz anerkennt.

Immanuel Kant umschrieb die Bedeutung dieses Gesetzes mit folgenden Worten:

Zwei Dinge erfüllen das Gemüt mit immer neuer und zunehmender Bewunderung und Ehrfurcht, je öfter und anhaltender sich das Nachdenken damit beschäftigt: Der bestirnte Himmel über mir, und das moralische Gesetz in mir.“5

Er hatte als Philosoph die Herleitung verschiedener Gottesbeweise in Frage gestellt, jedoch die Bedeutung des moralischen Gesetzes als Gottesbeweis bestärkt.

Dieses Gesetz ist ebenso wie das Fragen nach Gott universell. C.S Lewis schrieb dazu:

Wer einmal die Sittengesetze der alten Ägypter, Babylonier, Chinesen, Griechen und Römer miteinander vergleicht, der wird betroffen feststellen, wie ähnlich sie alle miteinander mit den unsrigen sind.“6

Der Tübinger Theologe Hans Küng hat Vertreter aus verschiedenen Religionen zusammen geführt, um ein Manifest darüber zu publizieren, was sie gemeinsam haben. Es überrascht nicht, dass alle diese Punkte auf das moralische Gesetz Bezug nehmen.

C.S. Lewis begründet den Bezug auf die Existenz Gottes mit folgenden Worten:

Wenn es eine lenkende Kraft außerhalb der Welt gibt, dann kann sie sich uns nicht als ein Bestandteil eben dieser Welt offenbaren; ebenso wenig wie der Architekt eines Hauses eine Wand, eine Treppe oder ein Kamin in diesem Haus sein könnte. Einzig in unserm eigenem Inneren könnten wir sie als Einfluss erfahren oder als Gebot, das unser Verhalten in bestimmten Bahnen lenken will.7

Der Apostel Paulus machte deutlich, dass das moralische Gesetz von Gott in unser Inneres hinein gelegt wurde:

„Denn wenn die Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur die Dinge des Gesetzes tun, sind diese, die kein Gesetz haben, sich selbst ein Gesetz; sie zeigen das Werk des Gesetzes, das in ihren Herzen geschrieben ist, …“8

Manche werden nun einwenden, dass das Moralgesetz ein Produkt der Evolution sei. Dagegen behaupten verschiedene Wissenschaftler und Philosophen, dass es Merkmale des moralischen Gesetzes gibt, die sich nicht mit Evolution erklären lassen. Wir riskieren z. B. das eigene Leben, um anderen zu helfen oder wir bewundern solche, die dies getan haben. Im zweiten Weltkrieg hat Oskar Schindler mehr als tausend Juden vor dem Holocaust gerettet. Raoul Wallenberg ist ein weiterer herausragender Mensch, der viele Juden vor dem Tod rettete; und er musste mit seinem eigenen Leben dafür bezahlen.

Francis Collins beschreibt seine Auseinandersetzung mit dem Moralgesetz folgendermaßen:

„Ich hatte diese Reise der intellektuellen Erforschung begonnen, um meinen Atheismus zu bestätigen. Dieser Standpunkt fiel in sich zusammen, als das Argument des moralischen Gesetzes (und viele weitere Argumente) mich zwangen, die Möglichkeit der Existenz Gottes zuzugeben.“ 9

Dritter Hinweis – das anthropische Prinzip

Der bekannte Physiker Stephen Hawkings schreibt:

„Eine ganze Reihe von Menschen (mich selbst eingeschlossen) glaubt, dass die Entstehung eines so komplexen und strukturierten Universums aus ganz einfachen Gesetzen die Einführung von etwas erfordert, das man das anthropische Prinzip nennt und das uns in die zentrale Position zurückbringt, die wir seit den Zeiten von Kopernikus nicht mehr einzunehmen wagen.10

Kopernikus‘ Entdeckung, dass die Erde um die Sonne kreist, hat die Wahrnehmung von Menschen bezüglich unserer Position im Universum verändert. Bis dahin lehrten die Theologen, dass die Erde und der Mensch Mittelpunkt des Universums seien. Spätere Entdeckungen haben uns die Erkenntnis vermittelt, dass unsere Sonne nicht Mittelpunkt des Universums ist, sondern nur ein Stern von vielen in unserer Galaxie. Ferner ist unsere Galaxie nur eine von Milliarden Galaxien. Diese Erkenntnisse haben Wissenschaftler zu der Aussage geführt, dass wir Menschen nicht mehr als Staubkörner seien, die am Rande des Universums existierten. Des Weiteren führten die Entdeckungen Darwins zu einem Verständnis über die Entwicklung des Lebens von einfachen zu komplexen Formen, woraus Wissenschaftler folgerten, dass wir Menschen ein biologisches Zufallsprodukt seien.

Das anthropische Prinzip wurde erstmals in einem Vortrag 1973 von dem Kosmologen Brandon Carter erwähnt. Es besagt, dass die physikalischen Gesetze und Naturkonstanten unseres Universums  so extrem fein abgestimmt seien, dass Leben bzw. der Mensch existieren könne. Der Physiker und Mathematiker Freeman J. Dyson formulierte dieses Prinzip folgendermaßen:

„Wenn wir ins Universum hinaus blicken und erkennen, wie viele Zufälle in Physik und Astronomie zu unserem Wohle zusammengearbeitet haben, dann scheint es fast, als habe das Universum in einem gewissen Sinne gewusst, dass wir kommen.11

Physiker sprechen von den vier Naturkräften, nämlich Schwerkraft, schwache Kernkraft/Wechselwirkung, elektromagnetische Kraft und starke Kernkraft/Wechselwirkung, die nur dann die Entstehung des Universums ermöglichen, wenn sie genau die Eigenschaften besitzen, die wir beobachten.

Ferner sind die Naturkonstanten so fein abgestimmt, dass eine minimale Abweichung des Wertes einer Konstante die Entstehung des Lebens, wie wir sie auf Erden kennen, unmöglich gemacht hätte. Heinz Oberhummer, Physikprofessor in Wien, schrieb dazu:

„Würden sich manche Naturkonstanten nur minimal von ihrem Wert in unserem Universum unterscheiden, wäre ein totes und steriles Universum ohne Leben entstanden.“12

Einige Bespiele für die Feinabstimmung der Naturkräfte und Naturkonstanten sind:

  • Wäre die starke Kernkraft 2% stärker, gäbe es keine Protonen, oder Protonen würden sich zu Diprotonen (hypothetischer Isotop des Heliums) zusammenbinden. Die Fusion innerhalb der Sterne würde dann 1018 mal schneller ablaufen. Leben könnte sich dann nicht entwickeln.
  • Wäre die schwache Kernkraft 3,4% stärker, gäbe es keinen Wasserstoff. Alles wäre zu Helium kurz nach dem Urknall geworden. Wäre die schwache Kernkraft 9% schwächer, gäbe es keine Elemente, die schwerer als Wasserstoff sind.
  • Wäre die elektromagnetische Kraft geringfügig stärker oder schwächer, wären die Sterne zu kalt oder zu heiß.
  • Stabile Nukliden setzen voraus, dass der Masseunterschied zwischen einem Neutron und einem Proton etwa zweimal die Masse des Elektrons ist. (Sonst wären alle Neutronen zu Protonen geworden oder umgekehrt alle Protonen zu Neutronen.)

 

Der Philosophieprofessor John Leslie hat eine lange Liste solcher Beispiele von Feinabstimmung in dem Buch „The Prerequisites of Life in Our Universe13 zusammengestellt.

Drei mögliche Erklärungen für das anthropische Prinzip

Prinzipiell gibt es drei mögliche Erklärungen für die Feinabstimmung der Naturgesetze und Naturkonstanten:

  1. Es gibt praktisch unendlich viele Universen, die jeweils andere Werte für die Gesetze und Konstanten besitzen. Wir existieren, weil gerade unser Universum diese Merkmale besitzt, die Leben erlauben.
  2. Es ist ein unglaublicher Zufall, dass alle Merkmale gerade so sind, wie wir sie vorfinden.
  3. Es gibt einen Gott, der das Universum so angelegt hat.

Zur ersten Erklärung muss man sagen, dass es keine Möglichkeit gibt, festzustellen, ob es andere Universen gibt. Unabhängig davon gilt weiterhin, die Notwendigkeit zu erklären, warum das anthropische Prinzip in einem Multiversum Anwendung findet.

Der Einwand von manchen Naturwissenschaftlern, dass wir nur deshalb das Universum beobachten können, weil es diese Merkmale besitzt und das anthropische Prinzip deshalb ohne Bedeutung sei, leugnet die philosophische Frage, warum dieses Prinzip wirksam ist.  Der Philosoph John Leslie zieht folgenden Vergleich: Es steht einer vor einem Erschießungskommando von 20 Männern, die aus nächster Nähe schießen. Er überlebt und auf die Frage, warum er überlebt hatte, antwortet er, sonst wäre ich ja nicht mehr hier.

Die zweite Erklärung wird von Niemandem ernst genommen.

Es gibt also starke Gründe, die dritte Erklärung näher zu prüfen. Der Philosophieprofessor Patrick Glynn war ein überzeugter Atheist. Seine Frau jedoch, die an Gott glaubte, fragte ihn, wie er zu der Frage nach Gott stehe. Das veranlasste ihn, sich damit zu beschäftigen und gerade das anthropische Prinzip war für ihn ein Wendepunkt in dieser Frage. Er schreibt:

„Das Beweismaterial des anthropischen Prinzips… bietet einen solch starken Hinweis hinsichtlich der Existenz Gottes, wie man ihn nur von Vernunft und Naturwissenschaft erwarten kann.14

Vierter Hinweis - die Veränderung im Leben derer, die an Gott glauben

Ein christlicher Pastor, Harry Ironside, berichtet wie er kurz vor dem zweiten Weltkrieg an einer Straßenevangelisation der Heilsarmee in San Francisco teilnahm. Dort wurde er von einem beredten Gewerkschaftsfunktionär zu einer Debatte über das Thema „Agnostizismus kontra Christentum“ herausgefordert. Pastor Ironside willigte dazu ein unter einer Bedingung. Er sagte zu dem Funktionär: „wenn Sie versprechen, zwei solche Personen (nämlich solche, die in tiefster Sünde verstrickt waren und nun einen vorbildlichen Lebenswandel führen) mitzubringen als ein Beispiel dafür was Agnostizismus tun kann, verspreche ich Ihnen, Sie am nächsten Sonntag in „The Academy of Science Hall“ zu treffen, und ich werde mindestens 100 Männer und Frauen mitbringen, die jahrelang in tiefster Sünde gelebt haben, jedoch durch den Glauben an das Evangelium, welches Sie verspotten, völlig von dem früheren Lebenswandel gerettet wurden.“15

Daraufhin hat der Funktionär dankend abgelehnt, die Debatte zu führen.

Die gleiche Wirkung des Glaubens an Jesus stellen wir heute ebenfalls fest. Ich wohne in Hamburg. In der Gemeinde haben wir eine Frau kennengelernt, die von bekannten Schauspielern stammt und die in ihrer Kindheit von den Eltern abgelehnt wurde. Als Erwachsene wurde sie tief depressiv. Über Jahrzehnte hinweg war sie nicht in der Lage, ihren Haushalt zu führen und musste täglich Psychopharmaka einnehmen. Als sie eines Jahres mit ihrer Familie Urlaub machte, hat sie jemanden von unserer Gemeinde kennengelernt und über den Glauben an Jesus gehört. Die Veränderung durch den Glauben war in ihren Leben so stark, dass, als sie nach dem Urlaub ihren Arzt aufsuchte, er nach dem Grund für diese Veränderung fragte. Sie bezeugte ihm von ihrem Glauben an Jesus.  Seine Antwort darauf war: „Dann verschreibe ich Ihnen die Gemeinde.“

Ein Gerichtsreporter von der Zeitung „Chicago Tribune“, Lee Strobel, wurde gerade durch die Veränderung im Leben seiner Frau auf Gott aufmerksam. Er war ein überzeugter Atheist, jedoch überraschte ihn seine Frau eines Tages mit der Nachricht, sie sei Christ geworden.

„Es war kein Anruf eines Informanten, der mich dazu veranlasste, den Fall Christi neu zu prüfen. Es war meine Frau.

Leslie schockierte mich im Herbst 1979, als sie mir sagte, sie sei ein Christ geworden. Ich rollte mit den Augen und machte mich auf das Schlimmste gefasst…

Stattdessen wurde ich angenehm überrascht – sogar fasziniert – durch die grundlegenden Veränderungen in ihrem Charakter, ihrer Integrität und ihrer persönlichen Zuversicht. Schließlich wollte ich herausfinden, was die Ursache dieser feinen, aber bedeutenden Veränderungen in der Einstellung meiner Frau war. Deshalb begann ich eine umfassende Nachforschung der Fakten bezüglich des Christseins anzustellen.“16

Nach einer längeren Auseinandersetzung mit der Frage nach Gott ist Lee Strobel Christ geworden und hat seinen Weg in dem Buch „The Case for Christ“ beschrieben.

Weitere Hinweise auf die Existenz Gottes aufgrund göttlicher Offenbarung

Bisher habe ich über Hinweise auf die Existenz Gottes in der Natur Bezug genommen. Wenn ich jedoch Gott kennenlernen will, wo finde ich ihn? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, muss Gott sich offenbaren. Wenn wir auf das Beispiel mit dem Architekten und dem Haus zurückzukommen: Nehmen wir an, wir haben festgestellt, dass  ein genialer Architekt hat das Haus gestaltet hat. Um jedoch mehr über ihn zu erfahren, muss er sich irgendwie kundtun. Wenn er etwas darüber verfasst hätte, was ihn bei der Gestaltung geleitet hat, würden wir sehr viel mehr über ihn wissen. Genau das ist es, was die Bibel für sich in Anspruch nimmt, nämlich Gottes Offenbarung an uns Menschen zu sein.

Fünfter Hinweis – Die Offenbarung Gottes gegenüber Menschen

Die Bibel berichtet von Gott, seinem Wesen und wie er sich verschiedenen Menschen geoffenbart hat. Das erste Buch in der Bibel berichtet darüber wie Gott sich Abraham offenbarte.  Abraham lebte etwa 2000 v. Chr. und betete Götzen an, so wie alle Anderen in seiner Umgebung. Dann ist ihm Gott erschienen und sagte, dass er einen Bund mit ihm machen wolle und dass Abraham in anderes Land ziehen solle. Er hat dann viele Erfahrungen mit Gott gemacht. Diese haben sein Leben verändert. Die Bibel berichtet jedoch auch von vielen weiteren Menschen, die starke Erfahrungen mit Gott machten.

Allerdings kann eine Schrift nur bestimmte Dinge über den Verfasser verraten. Noch viel mehr würde man erfahren, wenn man dem Verfasser persönlich begegnen würde.

Sechster Hinweis – Gott wird ein Mensch

Die Bibel bezeugt, dass Gott Mensch geworden ist in der Person Jesu Christi. Daran merken wir auch, wie groß das Interesse Gottes war, uns Menschen näher zu kommen. Jesus hat nicht nur von Gott geredet, er war Gott. Er hat uns durch sein Leben so viel mehr über Gott und sein Wesen geoffenbart als Propheten Gottes je sagen konnten.

Siebter Hinweis – die Auferstehung Jesu

Im Alten Testament gab es sehr viele Verheißungen über den Messias - jemand den Gott senden würde und der seinem Volk helfen sollte. Diese Verheißungen dienten zum Einen dazu, Hoffnung geben, zum Andern sollten sie ein Prüfstein sein, woran man den wahren Gesandten Gottes erkennen konnte. Es gibt mehr als dreihundert Weissagungen über den Messias und Jesus hat alle erfüllt. Die größten dieser Weissagungen beziehen sich darauf, dass er sterben und auferstehen würde. Für jeden Menschen endet das Leben mit dem Tod. Gerade die Auferstehung Jesu ist der größte Beweis, dass Jesus der Messias, der Gesandte Gottes, war. Alle, die sich ernsthaft und offen mit diesem Thema beschäftigt haben, müssen zugegeben, dass die Auferstehung Jesu eine historische Tatsache ist.  Einige der Fakten, die nahezu alle Historiker übereinstimmend bejahen, sind:

  1. Er starb am Kreuz.
  2. Das Grab war am 3. Tag leer.
  3. Es gab verschiedene Begegnungen mit dem auferstandenen Jesus. Seine Jünger sahen ihn mehrfach. Skeptiker und Gegner wie Jakobus und Paulus sahen ihn. Mehr als 500 Personen sahen ihn auf einmal.

Worin besteht die Botschaft der Bibel?

Was sagt die Bibel darüber, wie wir Gott finden können? Gleich zu Beginn heißt es in der Bibel, dass der Mensch im Ebenbild Gottes geschaffen wurde, nämlich um mit Gott Gemeinschaft haben zu können.17 Jedoch entfernte sich der Mensch von Gott und es gab ein ernsthaftes Problem, das den Menschen daran hinderte, zu Gott zu kommen.18

Jesus Christus kam, um den Weg zurück zu Gott zu bereiten. Er musste am Kreuz sterben, damit Gott unsere Sünden vergeben konnte.  Durch den Glauben an ihn empfangen wir das ewige Leben. Der Apostel Johannes hat es wie folgt formuliert:

„Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen einziggeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges Leben habe.“19

Da wir Menschen im Ebenbild Gottes geschaffen wurden, ist es unsere Bestimmung Gott kennenzulernen. Die eine Seite der Medaille ist, dass Gott uns liebt und alles dafür getan hat, dass wir zu Gott zurückfinden. Die andere Seite der Medaille ist, dass wir Menschen eine Verantwortung für unsere Entscheidungen haben. Wer Gott ablehnt muss auch die Folgen tragen.20

Achter Hinweis bzw. subjektiver Beweis - der Geist Gottes, den er uns gegeben hat

Durch den Glauben an Jesus Christus empfangen wir den Geist Gottes. Um beim Beispiel des Architekten zu bleiben: Nehmen wir an, wir sind im Gespräch mit ihm und er erklärt seine Beweggründe für die Gestaltung des Gebäudes. Plötzlich sagt er: Ich wünsche, ich könnte in Sie hineinkommen und Ihnen meine Empfindungen vermitteln.

Er kann das nicht, aber genau das ist es was Gott getan hat. Durch den Geist, den Gott uns gegeben hat, können wir die Dinge Gottes empfinden. Der Apostel Paulus hat dazu Folgendes geschrieben:

„Denn alle, die durch Gottes Geist geleitet werden, die sind Gottes Söhne. Denn ihr habt nicht einen Geist der Sklaverei empfangen, wieder zur Furcht, sondern ihr habt einen Geist der Sohnschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater! Der Geist selbst bezeugt mit unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.“ 21

Ich bin schon als Kind Jesus Christus begegnet und habe als Jugendlicher viele Erfahrungen mit Gott gemacht. Gleichzeitig hatte ich jedoch den Wunsch, Gott noch näher kennenzulernen. Mit 19 Jahren bin ich Christen begegnet, die eine tiefere Beziehung zu Gott hatten und sie haben mir geholfen zu sehen, dass ich den Geist Gottes empfange und in diesem Geist den Zugang zu Gott habe. Meine Erfahrung mit Gott hat sich vertieft und diese Beziehung zu dem lebendigen Gott ist für mich der entscheidende Beweis, dass es ihn gibt.

Die Hinweise, die in diesem Vortrag angesprochen wurden, sind mögliche Ausgangspunkte, um nach Gott zu fragen. Dass Jesus kam, vermittelt uns, wie sehr Gott an einer Beziehung mit uns Menschen interessiert ist. Die Begegnung mit ihm durch den Glauben an Jesus Christus ist der subjektive Beweis für die Existenz Gottes. Darüber hinaus ist es der Anfang einer wunderbaren Beziehung mit dem lebendigen Gott. Ich wünsche jedem, dass er diesem Gott begegnet.

 

1             Francis Collins, The Language of God, S. 20

2             C.S. Lewis, Pardon, ich bin Christ, S. 35

3             Der Apostel Paulus, Apostelgeschichte. 17:26-27

4             C.S. Lewis Pardon, ich bin Christ, S. 125

5             Immanuel Kant, Kritik der praktischen Vernunft

6             C.S. Lewis, Pardon, ich bin Christ, S. 19

7             C.S. Lewis, Pardon, ich bin Christ, S. 35

8             Der Apostel Paulus, Römerbrief 2:14-15

9             Francis Collins, The Language of God, S. 30

10           Stephen Hawking, Giganten des Wissens, S. 8

11           Freeman J. Dyson, The Argument from Design, in: Disturbing the Universe, S. 250

12           Heinz Oberhummer, Kann das alles Zufall sein?

13           John Leslie, The Prerequisites of Life in Our Universe; www.origins.org/articles/leslie_prerequisiteslife.html

14           Patrick Glynn, God: The Evidence, S. 55

15           H.A. Ironside, Random Reminiscences From Fifty Years of Ministry (1939)

16           Lee Strobel, The Case for Christ, S. 14

17           1. Mose 1:26

18           Römerbrief 5:12

19           Johannes-Evangelium 3:16

20           Johannes-Evangelium 3:18

21           Römerbrief 8:14-16

 

 

 

 

 

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